Wenn Nikotin an die Rezeptoren bindet, werden verschiedene Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin ausgeschüttet – alles Stoffe, die im Körper für Aktivität, Wachheit und kurzfristiges Wohlbefinden sorgen. Gleichzeitig wird auch das Stresshormon Cortisol freigesetzt.
Die Folge: Der Körper wird in einen „Aktivitätsmodus“ versetzt – genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich brauchen, um ruhig einzuschlafen. 4
Ein weiteres Problem: Nikotin bleibt im Gegensatz zum natürlichen Botenstoff Acetylcholin lange an den Rezeptoren gebunden. Während Acetylcholin nach kurzer Zeit wieder abgebaut wird, hält die stimulierende Wirkung von Nikotin also deutlich länger an. Wird regelmäßig geraucht, reagiert der Körper darauf mit einer Art „Anpassung“ – es entstehen zusätzliche Rezeptoren. Bleibt das Nikotin dann plötzlich aus (z. B. nachts), fehlt dem Körper der gewohnte Reiz. Das kann zu innerer Unruhe führen – auch wenn Raucher diese nachts oft nicht bewusst wahrnehmen.