Schlafwissen

Nikotin und der Schlaf Wie Rauchen den Schlaf beeinflusst

Viele greifen zur Zigarette oder der E-Zigarette, um Stress abzubauen oder sich zu entspannen. Was viele jedoch nicht wissen: Nikotin hat einen erheblichen Einfluss auf unseren Schlaf – und das meist im negativen Sinne. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie genau Nikotin in deinem Körper wirkt und warum es sich lohnt, vor dem Schlafen - und auch allgemein - lieber auf das Rauchen zu verzichten.

Was ist Nikotin eigentlich?

Nikotin ist ein natürlicher Inhaltsstoff der Tabakpflanze – ein sogenanntes Alkaloid. 1 Neben Tabak findet sich Nikotin auch in geringen Mengen in anderen Nachtschattengewächsen wie Tomaten oder Auberginen. Hauptsächlich wird es aber durch das Rauchen von Tabak aufgenommen. Aktuell rauchen in Deutschland etwa 11,2 Millionen Menschen. 2

Die Substanz gelangt beim Inhalieren innerhalb von wenigen Sekunden ins Gehirn und dockt dort an sogenannte Acetylcholin-Rezeptoren an. Diese Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Nervensystems – genauer gesagt des sympathischen und parasympathischen Systems. 3 

Wie wirkt Nikotin im Körper?

Wenn Nikotin an die Rezeptoren bindet, werden verschiedene Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin ausgeschüttet – alles Stoffe, die im Körper für Aktivität, Wachheit und kurzfristiges Wohlbefinden sorgen. Gleichzeitig wird auch das Stresshormon Cortisol freigesetzt.

Die Folge: Der Körper wird in einen „Aktivitätsmodus“ versetzt – genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich brauchen, um ruhig einzuschlafen. 4

Ein weiteres Problem: Nikotin bleibt im Gegensatz zum natürlichen Botenstoff Acetylcholin lange an den Rezeptoren gebunden. Während Acetylcholin nach kurzer Zeit wieder abgebaut wird, hält die stimulierende Wirkung von Nikotin also deutlich länger an. Wird regelmäßig geraucht, reagiert der Körper darauf mit einer Art „Anpassung“ – es entstehen zusätzliche Rezeptoren. Bleibt das Nikotin dann plötzlich aus (z. B. nachts), fehlt dem Körper der gewohnte Reiz. Das kann zu innerer Unruhe führen – auch wenn Raucher diese nachts oft nicht bewusst wahrnehmen.

Was das für deinen Schlaf bedeutet

Eine Studie der Johns-Hopkins-Universität hat gezeigt, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern schlechter schlafen. Die Tiefschlafphasen – wichtig für die körperliche und geistige Regeneration – sind bei Rauchern verkürzt. Das EEG der Probanden zeigte deutlich weniger sogenannte Deltawellen, die für tiefen, erholsamen Schlaf typisch sind.

Zudem ist Nikotin relativ schnell abgebaut – je nach Stoffwechsel nach 30 bis 120 Minuten. Das bedeutet: Wer kurz vor dem Zubettgehen raucht, hat spätestens nach zwei Stunden kein Nikotin mehr im Blut. Der Körper reagiert dann mit Entzugserscheinungen wie etwa Unruhe oder gestörtem Schlaf. 5

Auch das Einschlafen kann durch Nikotin erschwert werden. Die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol aktiviert den Körper und verzögert den natürlichen Einschlafprozess.

Unser Fazit

Nikotin stört nicht nur das Ein- und Durchschlafen, sondern auch die Qualität des Schlafs selbst. Besonders betroffen ist die Tiefschlafphase – die für unsere Erholung so entscheidend ist.

Wenn du also schlecht schläfst oder dich morgens unausgeruht fühlst, lohnt sich ein kritischer Blick auf deine Rauchgewohnheiten – vor allem am Abend. Der Verzicht auf die „Abendzigarette“ kann ein erster Schritt zu besserem Schlaf sein. Die vollständige Entwöhnung von Nikotinprodukten wirkt sich ausschließlich positiv auf deine Gesundheit aus. Wenn du aufhören möchtest, suche dir am besten Unterstützung durch Beratungsangebote, Apps oder dein soziales Umfeld!

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