SCHLAFWISSEN | 17.05.2022

Alles für die beste Luftqualität

Das perfekte Schlafklima

Unser Schlaf wird von verschiedensten Faktoren beeinflusst. Nicht nur Matratze, Unterfederung und Nackenstützkissen spielen hier eine wichtige Rolle. Auch das Schlafzimmer an sich, das Bett, die gesamte Schlafzimmereinrichtung und das Raumklima tragen entscheidend zur Qualität unseres Schlafs bei. 

ALLES FÜR DIE BESTE LUFTQUALITÄT

Wachen wir morgens wenig erholt und mit einem trockenen Hals
auf, ist oft das Raumklima Schuld daran: Die Luft im Schlafzimmer ist
wahrscheinlich zu trocken. Um schnell wieder besten Schlaf genießen
zu können, helfen zum Beispiel feuchte Tücher, die man tagsüber auf
die Heizung legt, oder eine Schale Wasser im Zimmer.
Das Raumklima ist optimal zum Schlafen, wenn die relative
Luftfeuchtigkeit bei ungefähr 50 Prozent liegt. Mit einem sogenannten
Hygrometer aus dem Elektrohandel kann man den Feuchtigkeitsgehalt
der Raumluft messen.
Zeigt das Hygrometer mehr als 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit
an, sollten wir dringend etwas ändern. Die Feuchtigkeit im Zimmer
ist dann nämlich zu hoch. Das zeigt sich auch daran, dass die
Schlafzimmerfenster morgens beschlagen oder nass sind. Während
wir Schlafen atmen wir viel Feuchtigkeit aus und zwar mehr, als die
Raumluft speichern kann. So legt sich die Feuchtigkeit auf kalte
Oberflächen, wie Außenwände und Fensterscheiben. Im schlimmsten
Fall kann Schimmel entstehen, der nicht gut für die Gesundheit und
auch schlecht für die Wohnung ist. Um das zu verhindern, hilft es oft
schon, regelmäßig zu Lüften und im Winter tagsüber die Heizung
anzulassen. Auch die Türe geschlossen zu halten, wenn Feuchtigkeit
aus anderen Räumen wie dem Bad oder der Küche ins Schlafzimmer
gelangen könnte, ist sinnvoll.
Neben dem Beobachten der Luftfeuchtigkeits-Veränderungen
gehört auch das Regulieren der Temperatur zum Herstellen des
optimalen Raumklimas dazu. Die perfekte Schlaftemperatur liegt hier
bei etwa 18 Grad. Aber auch auf persönliche Vorlieben kommt es
natürlich an, denn das Temperaturempfinden ist trotzdem individuell
unterschiedlich. Wenn wir morgens mit drückendem Kopf aufwachen,
war es uns vielleicht nachts zu warm im Schlafzimmer. Wenn wir uns
unausgeschlafen fühlen, dann war uns eventuell zu kalt, weil wir in der
Nacht immer wieder frierend aufgewacht sind und so nicht genügend
Schlaf bekommen haben.
© Hintergrundbild: stock.adobe.com

HOLZ & PFLANZEN

Wollen wir das Raumklima langfristig stabil halten und optimale
Bedingungen für erholsamen Schlaf schaffen, sollten wir auch unsere
Einrichtung mit in die Planung einbeziehen. Möbel aus Holz können
das Raumklima nämlich ebenfalls positiv beeinflussen. Unlackiertes,
schadstofffreies Holz hat die Fähigkeit, Feuchtigkeit aus der Luft
aufzunehmen und auch wieder abzugeben und Schadstoffe aus der
Luft herauszufiltern. So reguliert es still und heimlich das Raumklima
und schafft nebenbei eine wohlige und natürliche Atmosphäre im
Schlafzimmer.
Auch die Wandfarbe will weise gewählt sein. Kalkputz an den Wänden
reinigt ebenfalls die Luft und beugt Schimmelbildung vor. Außerdem
ist er besonders schonend für Allergiker. Für mehr Buntheit im
Schlafzimmer eignen sich natürliche Farbpigmente, die der Kalkfarbe
beigemischt werden können.
Pflanzen im Schlafzimmer nehmen ebenso positiven Einfluss auf
das Raumklima. Je nach Art können sie zu trockene Luft befeuchten
oder auch Feuchtigkeit aus dem Raum in ihren Blättern aufnehmen.
Zusätzlich sorgen sie dafür, die Balance zwischen Sauerstoff und CO2
zu halten und Schadstoffe aus der Luft herauszufiltern. Besonders
gut ist die Aloe Vera-Pflanze: Sie ist ein Allroundtalent, das auch
nachts Sauerstoff abgibt und die Luft von Giftstoffen und Strahlungen
befreit. In unserem zu trockenen Schlafzimmer können wir das Einblatt
einziehen lassen: Es produziert zusätzlich zu seiner luftreinigenden
Funktion Feuchtigkeit, die es an die Luft abgibt. In dunklen
Schlafzimmern mit zu hoher Feuchtigkeit fühlt sich dagegen der
Bogenhanf sehr wohl: Er braucht wenig Licht, muss selten gegossen
werden, nimmt Luftfeuchtigkeit in seine großen Blätter auf und
speichert sie dort.

Unser Schlaf wird von verschiedensten Faktoren beeinflusst. Nicht nur Matratze, Unterfederung und Nackenstützkissen spielen hier eine wichtige Rolle. Auch das Schlafzimmer an sich, das Bett, die gesamte Schlafzimmereinrichtung und das Raumklima tragen entscheidend zur Qualität unseres Schlafs bei.