SCHLAFWISSEN | 04.04.2022

Leichtschlafen, Tiefschlafen, träumen

Der Schlafzyklus

Der Schlaf ist für uns Menschen etwas Rätselhaftes, das wir bis heute noch nicht so ganz verstehen. Denn obwohl wir circa ein Drittel des Tages mit Schlafen verbringen, bleibt dieser Zeitraum in unserem Unterbewusstsein verborgen. Wichtige Erkenntnisse aus der Schlafforschung bringen aber zumindest teilweise Licht ins Dunkle: Während wir schlafen, arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Wir absolvieren ein regelrechtes Intervalltraining aus verschiedenen Schlafphasen.

Leichtschlafen, Tiefschlafen, Träumen

Die unterschiedlichen Phasen werden zu einem Zyklus
zusammengefasst, der insgesamt etwa 90 Minuten dauert. Während
einer Nacht durchlaufen wir vier bis sechs dieser Schlafzyklen
hintereinander. Zwischen den Phasen und Zyklen wachen wir bis zu
28 Mal für wenige Minuten auf. Erinnern können wir uns am nächsten
Morgen meistens an gar nichts.

Der Schlafzyklus beginnt schon vor dem Zubettgehen, sobald es dunkel
wird: Dunkelheit sorgt nämlich dafür, dass das Schlafhormon Melatonin
ausgeschüttet wird. So entspannt sich unser Körper und fährt langsam
herunter. Die Muskeln lockern sich, die Reaktionsfähigkeit sinkt und wir
werden müde.
Mit dem Schlafengehen beginnt dann die Ein- und Leichtschlafphase.
Atmung und Puls werden gleichmäßiger, die Gedanken assoziativer
und weniger logisch. Leichte Muskelzuckungen in dieser Phase des
Schlafzyklus bedeuten, dass das Gerhin schon schläft, während die
Muskeln sich noch entspannen. Langsam fallen wir in einen tiefen
Schlaf.
Illustration der Schlafzyklen Leichtschlaf, Tiefschlaf, Traumschlaf
Frau liegt zugedeckt im Bett

In der nun folgenden Tiefschlafphase entspannt sich unser Körper vollends, der Herzschlag wird langsamer, der Blutdruck niedriger und die Körpertemperatur sinkt um circa 1,5 Grad. Auch die Aktivität des Gehirns reduziert sich und wir beginnen das am Tag Erlebte zu verarbeiten und alles Wichtige abzuspeichern. Mit der anschließenden Traumphase sind die visuellen und emotionalen Bereiche des Gehirns besonders aktiv. Der Blutdruck wird wieder höher, das Herz schlägt wieder schneller und die Atemfrequenz nimmt erneut zu, gleichzeitig bleibt aber die Muskulatur weiter entspannt. Wir beginnen zu träumen. In dieser Phase bewegen sich die Augen unter den geschlossenen Lidern sehr schnell hin und her. Deshalb bezeichnet man die Traumphase auch als REM-Schlaf – rapid eye movement. Im Laufe der Nacht steigt dann über die verschiedenen aufeinander folgenden Schlafzyklen das Stresshormon Cortisol stetig weiter an. Dadurch wird das Gehirn immer wacher, bis wir schließlich vollends aufwachen. Die Aufwachphase dauert in der Regel bis zu 20 Minuten.

SCHLAF OPTIMIEREN 

Wie erholt wir uns tatsächlich fühlen, wenn wir morgens aufwachen,
hängt mit den Tiefschlafphasen zusammen, denn hier finden wir die
meiste Entspannung. Wenn unser Körper in dieser Phase abkühlt,
können wir am tiefsten und damit am erholsamsten schlafen.
Wollen wir unseren Schlaf weiter optimieren, um am Tag noch
leistungsfähiger zu sein und die täglichen Herausforderungen
bestens zu meistern, können wir mit der richtigen Matratze unsere
Tiefschlafphasen verlängern. Entscheiden wir uns für atmungsaktives
und feuchtigkeitsregulierendes Material, das den Körper kühlt, können
wir so unsere Tiefschlafphasen verbessern und verlängern.
© Hintergrundbild: stock.adobe.com

Trotz verlängerten Tiefschlafs, sollten wir aber darauf achten, dass unser Körper insgesamt nachts ausreichend Schlaf bekommt, um tagsüber maximal leistungsfähig zu sein. Eine optimale Schlafdauer von sieben bis acht Stunden ist empfohlen, um langfristig beste Erholung zu finden. Wie viel Schlaf wir aber tatsächlich benötigen, um ausgeschlafen und fit in den Tag starten zu können, bleibt dabei immer noch individuell unterschiedlich.